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"Virunum - Maria Saal - Herzogstuhl - Magdalensberg"

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Ein Streifzug durch die Geschichte Kärntens

 

Das Prunnerkreuz

 

Das Prunnerkreuz ist eine 1692 erbaute Nischenkapelle auf dem Zollfeld, Kärnten. In ihr wurden vom Errichter, Johann Dominikus Prunner, etliche Römersteine aus der römerzeitlichen Provinzhauptstadt Virunum, an deren Nordrand die Kapelle steht, eingemauert, und so der Nachwelt erhalten. Bis zur Ausgrabung und Konservierung des Amphitheaters in den 1990er Jahren war das Prunnerkreuz das einzige sichtbare Zeichen der Stadt Virunum.

 

In der Außenseite der Kapelle sind etliche Inschrift- und Reliefsteine eingelassen, die von der späten Keltenzeit bis ins 19. Jahrhundert datieren, die meisten aus der Römerzeit. Prunner war allerdings überzeugt, dass die antike Stadt den Namen Sala führe, wovon sich Maria Saal ableiten sollte. In der Südmauer der Kapelle ließ er in eine Medaillonstele folgende Inschrift eingravieren: HIC LOCVS EST UBI SALA STETIT - PENETRARE VIATOR.

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Irina Berger, Agnes Egghardt und Julia Eggers

Virunum

 

Das Municipium Claudium Virunum war einst eine römische Stadt in der Provinz Noricum, auf dem Gebiet des Zollfelds in Kärnten.

 

Virunum wurde um die Mitte des ersten Jahrhunderts unter Kaiser Claudius als Hauptstadt der von Noricum gegründet. Die Stadt lag an der Verbindungsstraße von der Adria an die Donau, von der hier noch eine Abzweigung durch Südostkärnten zur Bernsteinstraße abgeht.

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Das zur Stadt gehörende Territorium umfasste Mittel- und Ostkärnten sowie Teile der Steiermark und war rund 9000 km² groß. Die üblichen Verwaltungsorgane, wie Gemeinderat, Magistrate und Doppelbürgermeister sind auch in Virunum zum Teil namentlich bekannt.

 

Die Stadt selbst umfasste rund einen Quadratkilometer. Erste Ausgrabungen wurden in der zweiten Hälfte des 18. und am Beginn des 19. Jahrhunderts gemacht. Danach wurden intensive Grabungstätigkeiten erst wieder Ende des Jahrhunderts mit der Freilegung des Amphitheaters aufgenommen.

Die Stadt ist von einem rechtwinkligen Straßennetz durchzogen, die Hauptachse verläuft SS-NNO. An dieser liegen das Forum und das Kapitol. Zwei daran anschließende Häuserblocks sind ebenfalls entdeckt worden, in ihnen wurde ein knapp 30 m² großes Dionysosmosaik gefunden. Die Straßen der Stadt waren nicht gepflastert. Abwasserkanäle sowie Bleirohre und öffentliche Brunnen zeugen von einer guten Wasserver- und -entsorgung.

 

An Kultstätten sind neben dem Kapitol ein Dolichenum ergraben und zwei Mithraeen durch Inschriften nachgewiesen. Die lange Zeit nur vermutete frühchristliche Kirche konnte kürzlich im Norden der Stadt nachgewiesen werden.

 

Am Hang des Töltschacher Hügels befand sich das einzige bis jetzt in Noricum bekannte Theater. Zudem befand sich dort ein langelliptisches Amphitheater. Weiter östlich befand sich ein großes Gebäude, das als Statthalterpalast interpretiert wird.

 

Im Prunnerkreuz am Nordrand des Stadtgebietes sind seit dem 17. Jahrhundert etliche Römersteine eingemauert.

 

Eicher, Gruber, Hochmüller

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Das Amphitheater von Virunum

 

Lage: Marktgemeinde Maria Saal, KG St. Michael im Zollfeld, VB Klagenfurt-Land. Im östlichen Teil der ehemaligen norischen Provinzhauptstadt Virunum auf halber Höhe eines Hanges über dem antiken Stadtzentrum auf einer künstlich geschaffenen Terrasse errichtet.

 

Forschungsgeschichte: bereits 1935 durch Franz Jantsch oberflächlich im Gelände identifiziert. Freilegung in den Grabungskampagnen der Jahre 1998-2001 durch die Archäologieland Kärnten GmbH unter der Patronanz des Landesmuseums Kärnten.

Größe und Form: 108,1 x 46,5 m. Innenfläche der Arena: 93,7 x 32 m. Langovale Form, die von den üblichen ellipsoiden Grundrissen der römischen Amphitheater abweicht, Nord-Süd-orientiert.

 

Aufbau der Anlage: Um den zentralen Kampfplatz der Arena laufen zwei parallele Mauerringe, die bis zu einer Höhe von 4 m erhalten sind. Dazwischen befinden sich angelegte Radialmauern, die als Auflager für hölzerne Tribüneneinbauten dienten. Die ansteigenden Zuschauerränge boten Platz für ca. 3-4000 Menschen. Dieser Zuschauerraum, die Cavea, konnte über mehrere Zugänge betreten werden. Jeweils an den Schmalseiten im Norden und Süden befanden sich die Eingangstore. Im Ostscheitel befand sich das der Schicksalsgöttin Nemesis geweihte Nemeseum, das von der Arena aus zugänglich war. Ein unterirdischer Zugang führte unter der westlichen Cavea hindurch in die Arenamitte. Ein unterirdisches Kanalsystem sorgte für die Entwässerung der Arena. Im Bereich des Nordtores wurde eine römische Quellfassung mit Holzrohrleitungen freigelegt.

 

Die antike Nutzung: als Veranstaltungsort für Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen.

 

Datierung: in späthadrianische Zeit, 131 n. Chr. errichtet. Die Nutzung ist anhand der Münzfunde bis ins frühe 4. Jh. n. Chr. gesichert.

 

Fundmaterial: Münzen, Fibeln, Keramik, Fragmente einer Gewandstatue, Bronzefiguren, Reliefs mit Nemesisdarstellungen und zahlreiche Bauinschriften.

 

Jank, Jonke, Kainz

MagdalensbergDer Magdalensberg

 

Nachdem wir Virunum verlassen hatten, machten wir uns

auf den Weg zum Magdalensberg, wobei wir zuerst zum

Gipfel mit der Magdalenskirche fuhren.

 

Der heutige spätgotische Bau wurde 1462 einem älteren

Bau angefügt, wobei die Fertigstellung erst Ende des

15. Jahrhunderts erfolgte. Die Kirche ist rund 27 m lang

und besitzt einen Nordturm mit Pyramidendach.

Die Filialkirche der heiligen Helena und Maria Magdalena

steht auf dem Gipfel an der Stelle eines keltisch-

römischen Heiligtums. Der Berg wurde urkundlich 1158, die Kirche 1262 erstmals erwähnt. Sie war wohl eine Gründung der Schenken von Osterwitz, und ist bis heute eine Filiale der Pfarre Ottmanach.

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Leider war unsere Konzentration schon aufgebraucht, und wir wandten uns dem Spielplatz mit dazugehörigem Wildtierpark zu. Einige unserer spielfreudigen Mitschüler beschäftigten sich mit dem Spielplatz, andere wiederum beschäftigten sich mit der Vielzahl der verschiedenen Tierarten. Nach einer Viertelstunde fuhren wir ausgeruht und gestärkt zu unserem nächsten Zielort - der römischen Ausgrabungsstätte am Magdalensberg.

 

Ruhdorfer, Schettina, Senger

Ausgrabungen am MadalensbergAm Südhang des Berges wurden ab 1948 intensive Ausgrabungen durchgeführt. Man fand eine im König-

reich Noricum gelegene Siedlung, die der wichtigste Handelsplatz des römischen Reichs war. Bis jetzt wurden

das Forum, ein Tempel, Repräsentationsgebäude, Bade-

haus, eine kaiserliche Goldschmelze und etliche Handels-, Werkstätten- und Wohnhäuser ausgegraben.

Die dokumentierte Siedlungsdauer betrug nur rund

90 Jahre.

 

Besonders begehrt war zu dieser Zeit das norische

Eisen (ferrum noricum). Die Lage der Siedlung wurde

durch die sich in unmittelbarer Nähe befindlichen Eisenerzvorkommen im Görtschitztal, in der Lölling und

im Raum Hüttenberg sehr gut ausgewählt. Neben dem

Handel gab es jedoch eine ausgeprägte Güterproduktion. Es gab Werkstätten zur Buntmetallverarbeitung, Schmelzöfen, etc..

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Zur Zeit der größten Ausdehnung umfasste das Siedlungsgebiet rund einen Quadratkilometer. Die Einwohnerzahl betrug rund 3000 bis 5000 Einwohner. Die Siedlung wurde rasch aufgegeben, etliche Bauten blieben unvollendet. Sie wurde von der römischen Stadt Virunum am Rande des Zollfelds abgelöst. Die Stadt lag an der wichtigen Straßenverbindung von der Donau nach Italien. Sie Übernahm von der Stadt am Magdalensberg die Rolle als Hauptstadt und möglicherweise auch den Namen.

 

Der bedeutendste Einzelfund ist der "Jüngling vom Magdalensberg". Die Statue wurde 1502 von einem Bauern beim Pflügen auf einer südlichen Terrasse gefunden.

 

Stieger, Stückler, Tröndle, Wieser, Wipfler

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Der Herzogstuhl
 

Doppelsitz, der aus Römersteinen zusammengefügt ist. Dieser befindet sich mitten am Zollfeld.

 

Zehn der zwölf Steine des Doppelthrones stammen aus den Resten der Römerstadt Virunum. Der Herzogstuhl wurde im 9. Jahrhundert errichtet. Der westliche, ältere Sitz war für den Pfalzgrafen, den Verwalter des königlichen Gutes, der östliche für den Herzog bestimmt. Hier leistete der zuvor auf dem Fürstenstein in Karnburg eingesetzte und in der Kirche von Maria Saal gesegnete Herzog den Ständen den Eid, empfing die Huldigung, vergab die Lehen und sprach Recht. Am nordwestlichen Stützpfeiler der Rückenlehne sind zwei Inschriften angebracht. Der Herzogstuhl zieht viele Besucher an.

 

Pristovnik, Pirker und Polzer

 

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BORG Auer von Welsbach

 

Friesacher Straße 4

9330 Treibach-Althofen

 

Tel.: 04262 2639

Fax: 04262 2639 30

 

Mail: are-borg-althofen-xya34[at]ddks-lsr-ktn.gv.at

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