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BORG Auer von Welsbach, Bundes-Oberstufenrealgymnasium. BSZ Althofen

BORG international - Interviews

In den Klassen des BORG gibt es Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ländern. Sie berichten uns im Folgenden von ihren Eindrücken und Erfahrungen:

Welche Unterschiede fallen dir zwischen deinem Herkunftsland und Österreich besonders auf?

 

Shadiia Zhapparova (Kirgisistan): Es gibt keine so großen Unterschiede. Aber das Schulsystem in Kirgisistan ist so: man geht elf Jahre in die Schule – neun Jahre sind Schulpflicht – und dann ist es möglich die Uni zu besuchen. Ich habe schon ein Jahr Medizin studiert.

In Österreich fällt mir die Beziehung zwischen den Menschen auf, es herrscht eine gute Demokratie in allen Bereichen.

 

Drkaa Maree (Syrien, geboren in Palästina): Mir fallen auch nicht so viele Unterschiede auf, nur haben hier Burschen und Mädels mehr Kontakt miteinander. Aber so stark ist der Unterschied hier auch nicht.

Bei uns ist man 12 Jahre in der Schule – zuerst in der Volksschule, dann in der Mittelschule. Man hat große Schularbeiten, dann bekommt man Noten und damit kann man ins Gymnasium oder nicht. Man schreibt überhaupt in jedem Fach große Schularbeiten. Die letzte Woche des Semesters ist die Prüfungswoche. Und zusätzlich hat man noch in jedem Monat einen Test. Das Gymnasium besucht man von 15 bis 18 Jahren, dann kann man zur Uni.

In Österreich mag ich den Frieden und die Ruhe, mir gefällt auch die Stadt Villach sehr gut, aber es gibt so viel Natur, so viele Bäume – zu viele Bäume. In Syrien gibt es nicht so viele Bäume.

 

Zahra Gulzari (Afghanistan, geboren im Iran): Eigentlich fällt mir nichts so stark auf. Die Natur in Österreich gefällt mir sehr gut, vor allem der Wörthersee ist schön. Sonst weiß ich gar nicht, was mir auffallen könnte.

 

Berfin Akbulut (Österreich, Eltern stammen aus Kurdistan): Ich bin ja in Österreich geboren, also ich kenne alles hier sehr gut. Aber ich kann sagen: Die Natur hier ist schön, sehr schön. Es gibt nicht so viele Unterschiede. In Kurdistan geht man auch 12 Jahre in die Schule, wie lange die Schulpflicht ist, weiß ich aber nicht. Ach ja, in Österreich ist die Technologie weiter vorne.

 

Sabina Duffield-Smith (England): Das Wetter, die Landschaft und das Essen sind anders. In Österreich isst man sehr viel Fleisch, in England nicht so. Die Landschaft hat viele Berge, in England haben wir das nicht. Und das Wetter in England ist immer regnerisch, hier ist es sehr viel schöner.

Auch in der Schule gibt es Unterschiede: Die Schüler haben hier mehr Respekt und es ist hier schwieriger in den Klassen, man lernt schon eher detailliert. In England hat man zum Beispiel weniger Fächer und man kann wählen, welche man eher besuchen möchte. Außerdem sind die Schultage dort länger. Man geht von neun bis dreiviertel vier in die Schule und das jeden Tag. Hier kann man außerhalb der Schule mehr machen, zum Beispiel Eislaufen, Schwimmen, Singen und Tanzen, ich gehe zum Beispiel in Klagenfurt zum Tanzunterricht.

 

Fatima Hashemi (Afghanistan): Hier ist Sicherheit, man muss kein Kopftuch und langes Gewand tragen. Außerdem können die Mädchen turnen gehen, in Afghanistan dürfen sie das nicht. Hier kann ich auch alleine nach draußen gehen, das dürfte ich in Afghanistan nicht. Wir dürfen dort auch kein Handy haben, bis wir verlobt sind. Mit 14 bis 16 wird man verlobt und mit 17, 18 wird man verheiratet, dann kommen Männer zur Familie und machen aus, dass die Tochter heiratet. Hier darf ich selber aussuchen, wen ich heiraten will. Ich kann einen Beruf lernen, den ich machen will. In Afghanistan weiß man genau, was die Frau bis zum Sterben machen wird.

Außerdem ist es in Afghanistan sehr staubig und in der Schule ist es anders. Meine Klasse war einmal auf dem Balkon, das war unglaublich heiß und einmal waren 50 Kinder in einer Klasse, die ist halb so groß wie die Klassen hier in der Schule.

 

Wie geht es dir mit der deutschen Sprache? Wie lernst du Deutsch?

 

Shadiia: Ich lerne seit einem Jahr und zwei Monaten Deutsch. Zweimal pro Woche kommt ein Lehrer nach Hause und wir lernen. Es funktioniert schon gut.  

 

Drkaa: Ich lerne seit einem Jahr und sechs Monaten, habe aber keinen Deutschkurs besucht. Ich habe mit Fachbüchern alles alleine gelernt. Es geht jetzt schon gut.

 

Zahra: Es geht, aber es ist schwierig. Ich lerne seit drei Jahren Deutsch, aber alleine. Das ist sehr schwierig, alleine eine Sprache zu lernen.

 

Sabina: Hmm…  okay. Es ist sehr schwierig, zum Beispiel die Artikel sind kompliziert und die Grammatik ist schwer. Ich lerne im Deutschkurs Deutsch, also jeden Tag zwei oder drei Stunden bei vier Lehrern.

 

Fatima: Ich lerne Deutsch vor allem im Deutschkurs, davor habe ich das alles durch Sprechen gelernt, also nie aufbauend gelernt, einfach nur durch das Reden.

Die Grammatik ist schwierig, aber es geht sehr gut. Ich kann aber nicht langsam reden, weil dann vergesse ich alles so schnell, das ist mein Problem. Ich bin auch unsicher bei Schularbeiten, ich lerne voll viel, aber ich schreibe das Richtige auf, dann denke ich, dass es falsch ist, dann streiche ich das Richtige durch und schreibe das Falsche.

 

Wie geht es dir am BORG Althofen? Und welche Wünsche hast du für die Zukunft?

 

Shadiia: Es gefällt mir, ich mag die Lehrer und die Schüler – sie sind sehr nett und ich möchte auch weiter hier in die Schule gehen. Meine Pläne: Ich will die Schule fertig machen und dann hier in Österreich Medizin studieren, weil ich das schon ein Jahr lang gemacht habe und es mir gut gefällt. 

 

Drkaa: Mir gefällt die Schule sehr sehr gut, ich möchte gerne hier weitergehen.

Mein Wunsch ist es, Ingenieurin zu werden. Ich will gerne Technik studieren, das wollte ich schon, als ich acht Jahre alt war. Und ich will sehr gerne in Großbritannien leben, dort arbeiten. Das ist mein großer Wunsch.

 

Zahra: Es gefällt mir am BORG. Ich will die Schule fertigmachen und dann Jus studieren.

 

Berfin: Mir gefällt es hier sehr gut. Ich möchte nach der Schule dann Medizin oder eventuell Jus studieren. Früher war es immer Medizin, aber das schwankt momentan ein bisschen.

 

Sabina: Es geht mir gut, aber ich weiß nicht, wie es weitergeht. Ich denke, wir bleiben hier und ich möchte studieren. Ich weiß noch nicht was genau, vielleicht etwas mit Sprachen oder Psychologie.

 

Fatima: Ich will das BORG fertig machen, die Matura machen, dann will ich an der Universität studieren, ich weiß noch nicht was. Ich zeichne gerne und ich will privat weiterhin zeichnen. Außerdem möchte ich Turnlehrerin bei der Vereinsmeisterschaft werden und ich will weiter Gitarre lernen. Was ich studieren werde, weiß ich noch nicht genau.

© BORG Auer von Welsbach, Friesacher Straße 4, 9330 Treibach-Althofen, Tel.: 0 42 62 - 26 39, Fax: 0 42 62 - 26 39 30, Mail: are-borg-althofen-xya34[at]ddks-lsr-ktn.gv.at

 
 
 
 
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